Entstehung und Anschaffungen der Freiwilligen Feuerwehr Halbturn


18.11.1883
war die Gründungsversammlung des Freiw. Feuerwehrvereines. Aus dieser Zeit sind sehr umfangreiche Protokolle vorhanden, die zeigen, mit welch großer Freude, Idealismus und Begeisterung dieser Verein gegründet wurde. Die Statuten und die Dienstvorschrift sind in Deutsch und Ungarisch abgefaßt.

28.11.1883
hat die Gemeinde die Spritze, samt allen übrigen Gerätschaften an den Verein abgetreten und einen jährlichen Unterstützungsbeitrag von 20 Gulden zugesagt. Zur Bewältigung der ersten finanziellen Schwierigkeiten wurde ein ,,Goldenes Buch'' angelegt, in welchen die Spender aus dem Jahre 1883 aufgezeichnet sind.

1884
Wird der erste Feuerwehrball abgehalten, er brachte einen Erlös von 15 Gulden. Seit dieser Zeit wird alljährlich (mit Unterbrechung in den Kriegsjahren) der Ball als Eröffnung des Halbturner Faschings in einem festlichen Rahmen abgehalten.

22.05.1883
zählte der Verein bereits 41 Gründungsmitglieder 104 unterstützende Mitglieder und 60 ausübende Mitglieder.

1888
Erster Vermerk über einen Einsatz ,, Der Präses drückt seine Freude aus, ob der Tätigkeit und Auszeichnung der ausübenden Mannschaft auf den Brandstätten Halbturn wie auch Mönchhof''

1890
Wird beschlossen eine Trommel zu kaufen.

1892
Wird das Dach des Spritzenhauses (hinter dem Hause Erzherzog Freidrich Str.29) repariert.

1895
Hielten ,,Ihre kaiserliche und königliche Hoheiten Erzherzog Friedrich und Isabella'' ihren ersten Einzug als Grund und Patronatsherr in Halbturn nach weiland Erzherzog Albrecht. Diesen feierlichen Einzug schmückte auch die Feuerwehr. Als Dank geruhte seine k. u. k. Hoheit Erzherzog Friedrich dem Feuerwehrvereine 200 Gulden huldevoll zu spenden ( lt. ausführlichen Protokollen). Diese Spende wurde auf ein Sparbuch gelegt und gesperrt mit der Auflage ,,daß dieser Fond nie die Zinsen und Zinseszinsen aber nur in der äußersten Not angegriffen werden dürfen'' Dieses Sparbuch fiel der Geldentwertung zum Opfer.

1900
Weihe der ersten Vereinsfahne vor der Kirche. Die Fahne war in den ungarischen Nationalfarben gehalten (rot-weiß-grün) und kostete 360 Gulden. Diese Fahne wurde nach dem Anschluß des Burgenlandes an Österreich verboten, trotzdem abner weiter verwendet bzw. der grüne Streifen mit rotem Stoff übernäht. Über Verbote dieser Fahne finden wir Schriftstücke und Vorladungen zu Aussprachen. Die Fahne ging nach dem zweiten Weltkrieg verloren. Von Erzherzogin Isabella wurde eine Schärpe gestiftet mit der Aufschrift: ,,Das Bewußtsein der Gemeingefahrvereinige die Kräfte zu erfolgreichem Wirken''. Zum Ankauf der Fahne wurde eine Fahnennagelaktion gestartet und die Nägel der Spender auf einem Wappenschild angebracht. Dieser Schild, die rot-weiße-grüne Fahnenstange und eine Liste der Spender sind erhalten. Die Spitze dieser Fahne findet heute noch Verwendung auf der neuen Fahne.

1905
Wird das alte Spritzenhaus abgerissen und die Feuerwehrgeräte finden Unterkunft im Maschinenhaus der Druschgesellschaft.

1908
Bis 1908 ging die Feuerwehr am 4. Mai geschlossen mit Musikbegleitung aus Dankbarkeit in die Wallfahrtskirche Frauenkirchen.

1909
25-jähriges Gründungsfest, Festredner war Dr. Rudolf Nader, die von Oberlehrer Anton Lentsch verfaßte Festschrift ist handschriftlich erhalten.

1910
Ist im Protokoll eine Klage notiert, daß durch das Stehen der Spritze im Freien zur Druschzeit, die Spritze und die Schläche ruiniert worden sind.

1913
Wurde der Halbturner Feuerwehrverein in den Landesverband aufgenommen.

1917
Wurde aus dem Vereinsvermögen Kriegsanleihe gezeichnet, wodurch es verloren gegangen ist.

1924
Weihe des neuen Gerätehauses in der Andauerstraße - Festredner waren Bez. Kdt. Stv. Horvath Viktor, Bürgermeister Lang Georg.

1925
Wurden Windlichter für Begräbnisse und Prozessionen gekauft.

Wurde von der Bezirkshauptmannschaft die Verwendung der ungarischen Fahne verboten, aber wurde das Verbot nach persöhnlicher Rücksprache bei der Landesregierung wieder aufgehoben.

1926
Wurde eine Rettungsabteilung gegründet.

1927
Anbau eines Mannschaftsraumes zum Gerätehaus.

1929
Einleitung des elektrischen Stromes.

Weihe der Motorspritze Rosenbauer p-48 (kosten 35 Mil. Kronen). Kauf einer Schlauchhaspel. Patinnen: Lang Maria, Samson Maria. Festredner: Bez.Kdt. von Neuburg, Bürgermeister Pitzer Josef. Diese Pumpe ist ebenfalls noch erhalten.

28.09.1929
Weihe der Motoerspritze Rosenbauer P-48 (Kosten 35 Mil. Kronen). Kauf einer Schlauchhaspel. Patinnen : Lang Maria, Samson Maria. Festredner: Bez.Kdt. von Neuburg, Bürgermeister Pitzer Josef. Diese Pumpe ist ebenfalls noch erhalten.
1933
In würdiger Weise wurde das 50-jährige Gründungsfest begangen. Ein Rückblick auf diese Jahre wurden von Anton Lentsch verfaßt. Festredner waren Bez.Kdt. von Neuburg, Bez.Kdt.Stv. Viktor Horvath, Bürgermeister Knöbl Michael.

1935
Wurde die Feuerwehr als Verein aufgelöst und in den Stand einer Körperschaft öffentlichen Rechts erhoben.
1942
Im Jahre 1942 wurde auf dem Schlauchturm des Gerätehauses eine Sirene montiert.

1945
Ging in den Kriegswirren die alte Fahne (rot-weiß-grün) verloren, die Stange mit der Spitze blieb erhalten.

1949
Wurde die neue Motorspritze RW 80, eine Motorspritze der Marke VW mit Anhänger, eingeweiht und durch Bürgermeister STADLER Karl der Feuerwehr übergeben. Der Anhänger ist heute noch in Verwendung, jedoch die Motorspritze fiel leider dem schweren Unwetter in Gols und Mönchhof 1995 zum Opfer und musste durch die 1996 angeschaffte Motorspritze Ziegler TS12 ersetzt werden.
1960
Bis zum Jahre 1960 wurde die so genannte Feuerwehrmeldestelletafel zu den Häusern getragen, in denen ein Pferdebesitzer wohnte und an deren Haustor gehängt. Jener Bauer, der die Tafel an seinem Tor hängen hatte, musste an diesem Tag ein Paar Pferde für den Bedarfsfall bereitstehen haben, um schnellstens an die Feuerspritze anspannen zu können. Nach der radikalen Verringerung des Pferdebestandes im Orte nach dem zweiten Weltkrieg und der Beschaffung von Traktoren, war dann diese neuartige Zugmaschine bereitzuhalten.
1978
Durch mangelnde Ausrüstung bei einem Großbrand in einer Tischlerei im Jahre 1978 entstand riesiger Schaden, wodurch die Notwendigkeit einer schlagfertigen, gut ausgerüsteten Wehr, klar vor Augen geführt wurde.
Einige Monate danach, am 26.10.1978 konnte das neu erworbene TLF 2000 (Tanklöschfahrzeug mit 2000 Liter Wassertank) feierlich eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden.

1980
Im Jahre 1980 wurde das heutige Feuerwehrhaus in der Frauenkirchenerstraße fertig gestellt bzw. eingeweiht und der Schlüssel des neuen Feuerwehrhauses wurde symbolisch von Bürgermeister  Mag. Peter BRUNNER an den Kommandanten OBI Franz ETL übergeben. Gleichzeitig wurde ein MTF (Mannschaftstransportfahrzeug VW Bus) mit einer Lautsprecheranlage (finanziert aus der Feuerwehrkassa), sowie eine vollständige Funkausrüstung, mit einem Kostenzuschuss aus dem Jagdpachtschilling, seiner Bestimmung übergeben.

1982
übergibt Baron Waldbott-Bassenheim zwei Wasserwagen mit je 2.150 Litern Inhalt an die Feuerwehr, als Dank und Anerkennung für geleisteten Arbeiten bei Einsätzen auf den Gutshöfen der Güterdirektion.
Baron Waldbott-Bassenheim wurde, als Dank von der Feuerwehr, zum Ehrenfeuerwehrmann ernannt.

1983
Bei der 100-Jahrfeier 1983 überreichte Baron Waldbott-Bassenheim, als Geschenk, der Feuerwehr ein Rüstfahrzeug, welches aus einer VW Pritsche, vom Herrn Baron eigenhändig, umgebaut wurde, und einen Schmutzwasseranhänger.

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1993
Nach 10 Jahren mussten wir uns von diesem Rüstfahrzeug trennen, da die notwendig  gewordene Ausrüstung für technische Einsätze immer mehr wurde und das Fahrzeug mit dem Gewicht zu kämpfen hatte.
So wurde aus Finanzierungsmitteln von Land, Gemeinde und Feuerwehr das heutige KRF-B (Kleinrüstfahrzeug mit Bergesatz) angekauft und anlässlich der 110 Jahr Feier gesegnet und seiner Bestimmung übergeben.

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1996
Etwas länger stand der Feuerwehr der VW Bus (MTF) zur Verfügung, welcher erst im Jahre 1996 vom derzeitigen MTF ersetzt wurde.

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1997
Anschaffung des Löschgerätes, IFEX-3000.

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2003
Anschaffung und Weihe eines neuen TLFA 2000

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